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Welcher Rückentrainer bei Rückenschmerzen? 5 Geräte im Vergleich

Hilft ein Rückentrainer bei Rückenschmerzen

Rückenschmerzen gehören für viele Menschen zum Alltag. Bewegungsmangel, langes Sitzen und eine einseitige Belastung können dazu führen, dass die Rücken- und Rumpfmuskulatur wenig belastbar ist.

Ein passendes Trainingsgerät kann dabei helfen, regelmäßige Bewegung in den Alltag zu integrieren und die Rumpfmuskulatur zu trainieren.

Doch welcher Rückentrainer eignet sich bei Rückenbeschwerden?

Die Antwort hängt vor allem von der Art und der Ursache deiner Beschwerden ab. Solltest du gezielt die Rückenstrecker kräftigen, deinen Rücken dehnen oder ein vielseitiges Ganzkörpertraining absolvieren?

In diesem Vergleich stellen wir fünf Gerätetypen vor und erklären, worauf du bei der Auswahl achten solltest.

Welcher Rückentrainer passt zu welchem Ziel?

Es gibt nicht den einen besten Rückentrainer für alle. Die Geräte unterscheiden sich darin, ob sie die Muskulatur aktiv kräftigen, den Rücken dehnen oder mehrere Körperbereiche gleichzeitig trainieren.

Es gibt nicht den einen besten Rückentrainer für alle. Die Geräte unterscheiden sich darin, ob sie die Muskulatur aktiv kräftigen, den Rücken dehnen oder mehrere Körperbereiche gleichzeitig trainieren.

Geräte-TypGeeignet fürVorteilMögl. Nachteil
RückenstreckerRückenkräftigunggezielter Fokussaubere Technik nötig
InversionsbankDehnungentsp. Anwendungkeine
RudergerätRücken + AusdauerRücken u. HKL-Systemmehr Platzbedarf
Ganzköpertrainerviele Muskelgruppennur 1 Gerät für „alles“weniger spezialisiert
Bauch-u RückentrainerRumpfstabilitätBauch u. Rückenkeine

Die besten Rückentrainer bei Rücken-beschwerden im Vergleich

1. Rückenstrecker- bzw. Hyperextensions-Gerät

Rückenstrecker-Gerät Hammer Finnlo Tricon für Hyperextensions

Ein Rückenstrecker-Gerät, oft auch Hyperextension-Gerät genannt, ist für das gezielte Training der Rückenstreckmuskulatur konzipiert.

Darauf werden die Beine stabil fixiert und das Becken liegt auf einer gepolsterten Auflage, während der Oberkörper frei ist.

Es wird ausschließlich der Oberkörper kontrolliert bewegt.

Der Vorteil eines Rückenstrecker-Gerätes liegt in der klaren Ausrichtung auf die Rückenstreckmuskulatur. Durch die Haltefunktion werden auch Po und Beinstrecker etwas mittrainiert.

Wer seine Rückenmuskulatur gezielt stärken und dafür ein spezialisiertes Gerät nutzen möchte, findet hier die passende Lösung.

Beim Kauf sind vor allem folgende Punkte wichtig:

  • stabile und rutschfeste Konstruktion
  • verstellbare Bein- und Hüftpolsterung
  • passende Einstellung für die eigene Körpergröße
  • ausreichende maximale Belastbarkeit
  • verständliche Aufbau- und Bedienungsanleitung
  • möglichst platzsparende oder klappbare Konstruktion

Die Bewegung sollte langsam und kontrolliert erfolgen. Ein stärkeres Hohlkreuz oder Schwung aus dem Oberkörper verbessert das Training nicht und kann die Belastung der Bandscheiben erhöhen.

Bei akuten oder ungeklärten Schmerzen sollte die Nutzung vorher fachlich abgeklärt werden.

Geeignet für: Menschen, die ihre Rückenstrecker gezielt trainieren möchten und Wert auf ein fokussiertes Gerät legen.

2. Inversionsbank

Inversionsbank zum Strecken der Wirbelsäule

Die Inversionsbank verfolgt einen anderen Ansatz als ein Rückenstrecker.

Während der Rückenstrecker vor allem der aktiven Kräftigung dient, wird der Körper auf einer Inversionsbank langsam in eine kopfüber geneigte Position gebracht.

Hier lässt man nun ganz entspannt die Schwerkraft wirken, weshalb das Gerät auch Schwerkrafttrainer genannt wird.

Was passiert hier nun?

Die Schwerkraft zieht Muskulatur und Wirbelsäule sanft in die Länge. Das lockert und entspannt die Muskeln und zieht die Wirbel leicht auseinander, wodurch den Bandscheiben wieder etwas mehr Platz verschafft wird.

Viele Menschen empfinden diese Position als angenehm für Dehnung und Entspannung und spüren danach eine deutliche Besserung ihrer Rückenschmerzen.

Vor der Nutzung solltest du die Sicherheitshinweise des Herstellers beachten. Eine Inversionsbank ist nicht für alle Personen geeignet. Bei bestimmten gesundheitlichen Einschränkungen sollte die Verwendung zunächst fachlich besprochen werden.

Achte beim Kauf auf:

  • sichere Fußhalterungen
  • eine stabile Rahmenkonstruktion
  • einfache Einstellung des Neigungswinkels
  • eine für dich passende maximale Belastbarkeit
  • sichere Rückkehr in die Ausgangsposition
  • gut verständliche Sicherheits- und Gebrauchshinweise

Beginne immer mit einem kleinen Neigungswinkel und einer kurzen Dauer. Wenn Schwindel, Schmerzen, Unwohlsein oder andere Beschwerden auftreten, solltest du die Anwendung abbrechen.

Geeignet für: Menschen, die muskuläre Dysbalancen und dabei vor allem Verkürzungen in der Muskulatur aufweisen und die Dehnung und Entspannung suchen.

3. Rudergerät

Die Rudermaschine ist ein exzellenter Rückentrainer

Ein Rudergerät trainiert nicht nur den Rücken.

Je nach Technik und Trainingsintensität werden auch Beine, Gesäß, Arme und die Ausdauer beansprucht.

Für den Rücken ist die korrekte Bewegungsausführung besonders wichtig. Die Bewegung beginnt grundsätzlich mit dem Beindruck, anschließend folgt der Oberkörper und zuletzt werden die Arme herangezogen.

Beim Zurückrollen erfolgt die Bewegung in umgekehrter Reihenfolge. Ein runder Rücken oder hektisches Ziehen sollte vermieden werden.

Ein Rudergerät benötigt meist mehr Platz als ein kompakter Rückenstrecker. Bei vielen Modellen lässt sich der Widerstand einstellen, sodass Anfänger mit einer niedrigen Belastung beginnen können. Vor dem Kauf solltest du außerdem prüfen, ob die Sitzschiene lang genug ist und ob sich das Gerät gut verstauen lässt.

Geeignet für: Menschen, die Rücken- und Ausdauertraining miteinander verbinden möchten und die abnehmen durch Sport zum Ziel haben.

4. Ganzkörpertrainer

Ganzkörpertrainer Christopeit Total Exercise TE 1

Ein Ganzkörpertrainer ist eine gute Option, wenn du nicht nur deinen Rücken, sondern möglichst viele Muskelgruppen mit einem Gerät trainieren möchtest.

Solche Geräte unterscheiden sich stark im Aufbau und in der Funktionsweise. Manche Modelle bieten mehrere Übungspositionen, andere konzentrieren sich auf bestimmte Bewegungsabläufe.

Der größte Vorteil ist die Vielseitigkeit. Du musst nicht mehrere spezialisierte Geräte anschaffen und kannst dein Training abwechslungsreicher gestalten. Gleichzeitig solltest du darauf achten, dass die vielen Funktionen nicht zulasten der Stabilität oder der einfachen Bedienung gehen.

Vor dem Kauf lohnt sich ein Blick auf:

  • die tatsächlich nutzbaren Übungen
  • die Einstellmöglichkeiten
  • die Stabilität bei verschiedenen Bewegungen
  • den Platzbedarf
  • die maximale Belastbarkeit
  • die Verständlichkeit der Trainingsanleitung

Ein Ganzkörpertrainer ist dann nicht die beste Wahl, wenn du ausschließlich die Rückenstrecker trainieren möchtest. In diesem Fall kann ein spezieller Rückenstrecker die passendere Lösung sein.

Geeignet für: Menschen, die Rücken, Bauch und weitere Muskelgruppen mit möglichst einem Gerät trainieren möchten.

5. Bauch- und Rückentrainer

Rücken- und Bauchmuskeltrainer von HAMMER

Bauch- und Rückentrainer kombinieren Übungen für die vordere und hintere Rumpfmuskulatur.

Das kann sinnvoll sein, weil der Rumpf aus mehreren Muskelgruppen besteht, die bei vielen Bewegungen zusammenarbeiten.

Für Anfänger kann ein solches Kombigerät interessant sein, wenn es eine einfache und geführte Bewegung ermöglicht. Wichtig ist, dass sich das Gerät an die Körpergröße anpassen lässt und die Übungen ohne Schwung ausgeführt werden können.

Auch hier gilt: Mehr Funktionen bedeuten nicht automatisch ein besseres Training. Entscheidend ist, ob das Gerät stabil steht, bequem eingestellt werden kann und zu deinem tatsächlichen Trainingsziel passt.

Geeignet für: Menschen, die den Rücken UND ihre Bauchmuskeln trainieren wollen und ein vielseitiges, aber kompaktes Gerät suchen.

Worauf sollte man unbedingt vor dem Kauf eines Rückentrainers achten?

Das Trainingsziel

Überlege zuerst, was du erreichen möchtest. Für gezielten Muskelaufbau kommen andere Geräte infrage als für Dehnung, Mobilisation oder ein allgemeines Fitnesstraining. Eine klare Zielsetzung verhindert, dass du ein Gerät mit Funktionen kaufst, die du später kaum verwendest.

Die Einstellbarkeit

Ein Rückentrainer sollte zu deiner Körpergröße sowie zu deinem Trainingsniveau passen. Verstellbare Polster, Fußhalterungen, Widerstände oder Neigungswinkel erleichtern eine sichere und komfortable Nutzung.

Stabilität und Belastbarkeit

Das Gerät sollte auch bei der Bewegung stabil stehen und nicht wackeln. Achte auf einen ausreichend breiten Stand, rutschfeste Füße, hochwertige Polsterungen und eine maximale Belastbarkeit, die zu deinem Körpergewicht passt.

Platzbedarf

Miss vor dem Kauf den vorgesehenen Platz aus. Berücksichtige nicht nur die Maße des zusammengeklappten Geräts, sondern auch den Bewegungsbereich während des Trainings. Bei Rudergeräten muss zusätzlich ausreichend Platz für die lange Sitzschiene vorhanden sein.

Bedienung und Montage

Eine verständliche Anleitung ist gerade für Anfänger wichtig. Prüfe außerdem in den Kunden-Rezensionen, ob Käufer häufig von einer schwierigen Montage, fehlenden Teilen oder einer komplizierten Einstellung berichten.

Preis- Leistungs-Verhältnis

Der höchste Preis garantiert nicht automatisch das beste Training. Vergleiche Stabilität, Verstellmöglichkeiten, Verarbeitung, Garantie, Montageaufwand und tatsächlichen Nutzen. Ein einfaches, regelmäßig verwendetes Gerät ist meist sinnvoller als ein umfangreiches Modell, das kaum genutzt wird.

Kann ein Rückentrainer bei akuten Rückenschmerzen verwendet werden?

Bei akuten, starken oder ungeklärten Rückenschmerzen solltest du nicht einfach so mit intensivem Gerätetraining beginnen.

Normalerweise ist die Ursache von Rückenschmerzen eine verspannte Muskulatur. Am besten hilft da oft die Inversionsbank. Erst später ist dann die Kräftigung der Rückenmuskulatur angesagt

Doch Rückenschmerzen können auch (zwar selten, aber möglich) andere Ursachen haben. Was bei einer muskulären Verspannung angenehm ist, kann bei einer anderen Ursache ungeeignet sein.

Besonders wichtig ist eine fachliche Abklärung bei:

  • Schmerzen nach einem Unfall oder Sturz
  • Taubheitsgefühlen oder Kribbeln
  • Kraftverlust oder Lähmungserscheinungen
  • Fieber oder starkem Krankheitsgefühl
  • Problemen mit Blase oder Darm
  • Beschwerden, die über längere Zeit anhalten oder sich verschlimmern

Ein Trainingsgerät kann Entspannung, Bewegung und Fitness unterstützen, ersetzt aber keine Diagnose und keine Behandlung. Wenn du trainieren darfst, beginne mit einer niedrigen Belastung, kontrollierten Bewegungen und kurzen Einheiten. Trainiere nicht in einen zunehmenden Schmerz hinein.

Neben einem Rückentrainer ist ein höhenverstellbarer Schreibtisch auf jeden Fall eine gute Anschaffung, falls du viel an einem Schreibtisch arbeitest. Denn langes Sitzen ist die häufigste Ursache für Rückenschmerzen.

Rückentraining für Anfänger: So startest du sicher

  1. Lege dein Trainingsziel fest.
  2. Lies die Aufbau- und Bedienungsanleitung vollständig.
  3. Stelle das Gerät auf deine Körpergröße ein.
  4. Beginne mit einer niedrigen Belastung.
  5. Führe jede Bewegung langsam und kontrolliert aus.
  6. Vermeide Schwung und ruckartige Bewegungen.
  7. Steigere Dauer oder Widerstand nur schrittweise.
  8. Plane ausreichend Erholung ein.
  9. Beende das Training bei Schmerzen, Schwindel oder Unwohlsein.

Die wichtigste Anfängerregel lautet: Beherrsche zuerst die Bewegung, bevor du die Belastung erhöhst. Regelmäßige, gut dosierte Einheiten sind sinnvoller als seltenes Training mit maximaler Intensität.

Welcher Rückentrainer ist für zuhause am besten?

Die beste Wahl hängt von deinem Trainingsziel und deinen räumlichen Möglichkeiten ab:

  • Wenig Platz: ein klappbares Gerät
  • Gezielter Muskelaufbau: ein stabiler Rückenstrecker mit verstellbarer Polsterung
  • akute Rückenschmerzen, Dehnung und Entspannung: eine Inversionsbank
  • Rücken plus Ausdauer: ein Rudergerät
  • Mehrere Muskelgruppen: ein Ganzkörpertrainer
  • Bauch und Rücken gemeinsam: ein gut einstellbarer Bauch- u. Rückentrainer

Wenn du noch unsicher bist, vergleiche zuerst die Geräte innerhalb einer Kategorie. Prüfe anschließend, welches Modell zu deinem Platzangebot, deiner Erfahrung und deinem Budget passt.

Häufige Fragen zu Rückentrainern bei Rückenschmerzen

Ist ein Rückenstrecker bei Rückenschmerzen sinnvoll?

Ein Rückenstrecker-Gerät ist für ein gezieltes Training der Rückenstrecker geeignet (Hyperextensions). Ob er bei deinen Beschwerden sinnvoll ist, hängt jedoch von der Ursache und deinem Trainingszustand ab.

Wenn deine Schmerzen nicht allzu stark sind, kannst du es vorsichtig probieren. Bei sehr starken oder unklaren Schmerzen solltest du vorher fachlichen Rat einholen.Hier bekommst du ausführliche und fundierte Infos über Rückenschmerzen und Rückenübungen.

Ist eine Inversionsbank gut für den Rücken ?

Eine Inversionsbank ist im Grunde immer gut für Rücken und Wirbelsäule, da beide leicht gestreckt und entspannt werden. Es ist wie das Aushängen an deiner Stange, nur viel bequemer.

Viele Menschen empfinden die Haltung – nach anfänglicher Gewöhnung – als angenehm für Dehnung und Entspannung. Sehr oft hilft sie auch bei akuten Rückenbeschwerden.

Beachte dennoch  auf jeden Fall die Sicherheitshinweise und kläre bestehende gesundheitliche Einschränkungen vorher ab.

Welches Gerät eignet sich für Anfänger?

Für Anfänger ist ein stabiles, einfach einstellbares Gerät mit verständlicher Anleitung oft die beste Wahl. Entscheide dich nicht nur nach der Anzahl der Funktionen, sondern danach, ob du die Übungen sicher und regelmäßig ausführen kannst.

Wie oft sollte man mit einem Rückentrainer trainieren?

Beginne mit kurzen, regelmäßigen Einheiten und passe Dauer und Intensität an dein Fitnessniveau an. Dehnung und Ausdauertraining kannst du täglich machen, zwischen 2 Krafttrainingseinheiten sollte jedoch mindestens ein Tag Pause liegen.

Kann man mit einem Rückentrainer Rückenschmerzen verhindern?

Regelmäßige Bewegung und eine kräftige Rumpfmuskulatur können zur allgemeinen Fitness beitragen und Rückenprobleme relativ zuverlässig verhindern.

Eine Garantie, dass Rückenschmerzen verhindert werden, gibt es jedoch nicht. Auch Alltag, Arbeitsplatz, Schlaf, Stress und individuelle körperliche Voraussetzungen spielen eine Rolle.

Worauf muss ich beim Kauf achten?

Achte auf Stabilität, passende Einstellmöglichkeiten, maximale Belastbarkeit, sichere Polsterungen, Platzbedarf, verständliche Bedienung und ein angemessenes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Stabile Qualität ist oberstes Gebot, denn ein Gerät, dass unter dir zusammenbricht, wird deine Rückenprobleme kaum verbessern…

Fazit: Der passende Rückentrainer hängt vom Trainingsziel ab

Für gezielten Muskelaufbau der Rückenstrecker ist ein stabiles Rückenstrecker-Gerät meist die naheliegende Wahl.

Wer akute Rückenschmerzen hat und Dehnung und Entspannung sucht, sollte eine Inversionsbank in Betracht ziehen.

Ein Rudergerät verbindet Rückentraining mit Ausdauer, während ein Ganzkörpertrainer mehrere Muskelgruppen anspricht.

Das teuerste Gerät ist nicht automatisch das beste. Entscheidend ist, dass der Rückentrainer zu deinem Trainingsziel, deinem Platzangebot und deinem Trainingsniveau passt – und dass du ihn regelmäßig, kontrolliert und sicher verwenden kannst.

Jetzt passende Geräte vergleichen: Nutze unseren Vergleich der Rückentrainer, der Rückenstrecker-Geräte, der Ganzkörpertrainer oder unseren Inversionsbank-Vergleich, um die Unterschiede zwischen den jeweiligen Modellen genauer zu prüfen.

Ist Abnehmen durch Sport sinnvoll ? – 9 hilfreiche Vorteile

Ist abnehmen durch Sport möglich ?

Abnehmen durch Sport ist eine tolle Sache – wenn vielleicht auch nicht ganz so einfach, wie man auf den ersten Blick erst einmal denken würde.

Sport (oder besser gesagt Bewegung) ist zwar ein wichtiger Faktor, um Gewicht zu verlieren. Er erhöht den Kalorienverbrauch, steigert die Fettverbrennung, baut Muskeln auf und kurbelt so insgesamt den Stoffwechsel an.

Doch wenn du allein darauf setzt, wirst du vermutlich dein Ziel nicht erreichen. Denn es gehört noch eine weit wichtigere Komponente zum Abnehmen dazu:

Die Ernährung.

Schaffst du es jedoch, beide in Einklang zu bringen, kann Sport dir eine große Hilfe auf dem Weg zu deinem Traumgewicht sein.

Wie funktioniert Abnehmen ?

Prinzipiell ist das Abnehmen, also der Abbau von Körperfett, nur durch ein Kaloriendefizit zu erreichen. Heißt: Du verbrauchst mehr Kalorien als du zuführst.

Das kannst du nun erreichen, indem du

A) weniger Kalorien zu dir nimmst, also weniger isst

oder

B) mehr Kalorien verbrennst, dich also mehr bewegst.

Ideal ist die Kombination von beidem, denn so nimmst du deutlich effektiver Gewicht ab. Vergiss aber nicht, dass die Ernährung wichtiger ist, denn sie hat einen weit größeren Einfluss auf den Stoffwechsel. Und das betrifft sowohl ihre Quantität wie auch ihre Qualität …

Denn wenn du einfach nur wenig isst, dabei aber nicht auf die Qualität achtest, werden dir bald wichtige Nährstoffe fehlen – und dann funktionieren viele Stoffwechselprozesse nicht mehr richtig.

Achte also neben dem Sport auf eine zwar mengenreduzierte, aber ausgewogene Ernährung mit genügend Eiweiß und ausreichenden Vitaminen und Mineralstoffen.

Gewicht abnehmen durch Sport – So geht`s

Sport und Bewegung erhöhen den Kalorienverbrauch, denn deine sich bewegende Muskulatur benötigt Energie. Und die Energie im Körper stammt in der Regel aus 2 Quellen:

1. Deiner Nahrung (also deiner letzten Mahlzeit)

2. Deinen Energiespeichern (v.a. Fettzellen)

Und Körpergewicht zu verlieren, also um Fett zu verbrennen, wollen wir logischerweise an deine Fettzellen ran. Dort wollen wir den Großteil unserer Energie herholen, das Fett dort herausholen und in der Muskulatur verbrennen – damit die Fettzellen dann nach und nach kleiner werden …

Wenn deine Nahrung zu kalorienreich ist (überkalorisch), wandert diese direkt in deine Fettzellen. Das wollen wir nicht !

Wenn deine Nahrung dagegen weniger Energie enthält als du verbrauchst (unterkalorisch), bleibt dem Körper nichts weiter übrig als die Energie aus den Speichern zu holen – wodurch diese kleiner werden. Und genau da wollen wir hin !

Wenn du deine Mahlzeiten klein hältst, muss der Körper also bald an die Speicher herangehen. Und dabei kann uns Sport sehr nützlich sein, denn er erhöht den Verbrauch und beschleunigt so diesen Prozess. Insbesondere, wenn du deinen ganzen Körper trainierst, ist das der Fall.

Die Rolle von Sport bei der Gewichtsabnahme

Sport verbraucht nicht nur Energie während der Ausübung sondern auch danach. Dieser Nachbrenneffekt hängt von der Intensität und Dauer des Trainings ab und kann noch bis zu 24 Stunden nachwirken.

Regelmäßiges sportliches Training verbessert auch diverse Stoffwechselstrukturen und -prozesse, die generell deinen Grundumsatz erhöhen. So werden mehr Mitochondrien aufgebaut, mehr Muskeln und dein Hormonspiegel ändert sich. Und: Der Fettstoffwechsel wird trainiert.

Das alles verbraucht auch in Ruhe mehr Energie und verbrennt Fett, während du einfach nur ganz normale Alltagsbewegungen durchführst. Natürlich verbessert die dazu gewonnene Muskelmasse auch das optische Bild deines Körpers – er sieht jetzt viel straffer aus.

Die Vorteile von Sport bei der Gewichtsabnahme

Abnehmen durch Sport ist also eine sinnvolle Maßnahme, denn Sport:

  • verbraucht Kalorien während seiner Ausübung (erhöhter Leistungsumsatz)
  • kann zu einem Nachbrenneffekt führen
  • baut neue Körperstrukturen auf, die den Grundumsatz erhöhen
  • kann den Hormonstatus verbessern
  • trainiert den Fett-Stoffwechsel
  • kann das Hungerempfinden normalisieren
  • baut Stress ab (senkt „Dickmacher-Hormon“ Cortisol)
  • verbessert die Stimmung
  • baut Muskulatur auf, strafft den Körper und die Haut

Welche Sportarten sind zum Abnehmen am besten ?

Obwohl sich grundsätzlich jede Art von Bewegung gut zum Abnehmen eignet, gibt es einige Sportarten, die sich dabei hervortun.

Auch wenn diese Sportarten deine Gewichtsabnahme beschleunigen könnten, vergiss nicht: Im Vordergrund steht, dass du dir eine Sportart aussuchst, dir zu dir passt und dir Spaß macht. Denn du solltest schon eine Weile dabei bleiben, um eine Wirkung zu erzielen.

1. Krafttraining baut stoffwechselaktive Muskeln auf

Krafttraining bringt deinen Körper effektiv in ein Kaloriendefizit. Du verbrennst während des Trainings viele Kalorien und baust vermehrt Muskulatur auf. Zum Abnehmen eignen sich vor allem das Hypertrophie- und das Kraftausdauertraining, z.B. an einer Kraftstation.

Durch den Aufbau von Muskelmasse ist dein Körper nun in der Lage, auch in Ruhe mehr Kalorien zu verbrauchen. Und zwar verbrauchen 1 kg Muskelmasse etwa 100 kcal pro Tag – das summiert sich im Laufe des Jahres …

Beim Gewicht abnehmen hilft Kraftsport

2. Hochintensives Intervalltraining ist der Booster

Das Hochintensive Intervall-Training (HIIT) ist eine sehr fordernde, aber effektive Methode, um Energie zu verbrennen. Es besteht aus schnellen, intensiven Einheiten mit nur kurzen Pausen dazwischen, z.B. Liegestütze, Klimmzüge, Kniebeuge – Pause – Liegestütze, Klimmzüge, Kniebeuge – Pause – …

Doch gerade, weil es so anstrengend ist, kurbelt es den Stoffwechsel so richtig an und verbraucht es viele Kalorien. Und im Nachbrenneffekt wird dann zusätzlich noch anständig Fett verbrannt – bis zu 24 Stunden.

3. Ausdauertraining bringt den Fettstoffwechsel in Schwung

Mit Ausdauertraining ist ein moderates Training gemeint, dass in niedriger Intensität über einen längeren Zeitraum durchgeführt wird. Dazu gehören die Klassiker wie Joggen, Rad fahren oder Rudern, aber auch ein zügiger Spaziergang zählt dazu.

Die langdauernde körperliche Bewegung mit niedriger Intensität führt dazu, dass der Körper die Kalorien vor allem über den Fettstoffwechsel bezieht – was natürlich direkt die Fettdepots reduziert.

Wie oft und wie lange sollte man trainieren, um Gewicht zu verlieren ?

Natürlich verbrennst du um so mehr Kalorien, je häufiger du trainierst. Doch, wenn du dich nun mit Feuereifer ins tägliche Training stürzen willst, bedenke dass der Körper sich erst einmal an die neue Mehrbelastung gewöhnen muss.

Genauso wichtig ist es, auf eine gute Regeneration zu achten. Lässt du das außer Acht, hast du am Ende einen kaputten Körper statt einen schönen, schlanken und gut funktionierenden.

Als regenerierende Unterstützung für den Körper nach harten Trainings-, aber auch Arbeitstagen empfehle ich die Inversionsbank. Insbesondere deine Bandscheiben werden es dir danken …

Die eben genannten Punkte hängen natürlich auch sehr von der gewählten Sportart und deren Intensität ab. Spazieren gehen kannst du selbstverständlich jeden Tag.

Anders dagegen sieht es beim HIIT oder beim Krafttraining aus. Dein Körper braucht hier mindestens 48 Stunden Regenerationszeit, so dass du es etwa 2-4 mal pro Woche durchführen solltest. Das gilt auch für das Bauchmuskeltraining.

Natürlich kannst du die verschiedenen Sportarten auch kombinieren und z.B. den Ruhetag zwischen 2 Krafttrainings mit leichtem Ausdauersport füllen.

Die Dauer deines Trainings hängt ebenfalls von Intensität und Sportart ab.

Faustregel: Je anstrengende desto kürzer.

Ein Krafttraining dauert in der Regel 1-2 Stunden. Für das HIIT brauchst du dagegen nur etwa 10-20 Minuten und ein Ausdauertraining sollte ungefähr 30-60 Minuten umfassen.

Am wichtigsten ist es, dass du eine gewisse Kontinuität in dein Training bringst und so deinen Stoffwechsel auf Trab hältst und regelmäßig Fett aus deinen Depots ziehst.

Merke also: Abnehmen durch Sport gelingt nur mit Regelmäßigkeit !

Wie kann ich mich zum Sport motivieren ?

Wenn du schon so fragst, solltest du vielleicht nicht unbedingt auf Sport als Mittel zum Abnehmen setzen. Denn um regelmäßig Sport zu treiben, brauchst du eine innere Motivation und etwas Disziplin. Wenn du eine Abneigung gegen Sport hast, wird das nichts.

Wenn du aber noch zwiegespalten bist, können dir diese Tipps bei der Motivation helfen:

  • Suche dir eine Sport- bzw. Bewegungsart, die dir Freude bereitet.
  • Finde deinen idealen Rhythmus, der dich nicht überfordert.
  • Suche dir Mitstreiter oder ein motivierendes Umfeld (Verein, Fitness-Center, Gruppenkurse etc.).
  • Suche dir einen Coach oder Personaltrainer, der dich bei der Stange hält.
  • Und vor allem: Habe immer dein großes Ziel – ABNEHMEN – vor Augen !

Die Bedeutung der Ernährung beim Abnehmen

Wie eingangs schon erwähnt, ist die Ernährung ein mindestens ebenso wichtiger Faktor beim Abnehmen wie der Sport.

Fett verbrennen und abnehmen geht nur über die Ernährung

Sagen wir es so: Mit der falschen Ernährung kannst du deinen Abnehm-Erfolg trotz Sport komplett torpedieren oder sämtliche Erfolge, die du durch den Sport bereits errungen, hast wieder zunichte machen.

Dazu kommt noch, dass Sport von den meisten Leuten stark überschätzt wird.

So musst du z.B. etwa 1 Stunde joggen, um eine Tafel Schokolade zu verbrennen. Das ist ein ganz schön hoher Aufwand für ein kurzes Vergnügen. Wenn du nun also regelmäßig zur süßen Versuchung greifst, kannst du gar nicht so viel Sport treiben wie nötig wäre, um das wieder zu verbrennen.

Dazu kommen noch die negativen Auswirkungen, die eine schlechte Ernährung auf den Stoffwechsel sowieso schon hat. Ohne die richtige Menge an Eiweißen, Vitaminen und Mineralien läuft der Stoffwechsel nicht richtig. Und wenn er nicht richtig läuft, kann er auch nichts richtig verbrennen – dein Motor stottert.

Beachte also mindestens diese wichtigen Ernährungs-Ratschläge, wenn du wirklich abnehmen willst:

1. Halte deine Mahlzeiten klein (unterkalorisch).

2. Iss viel frisches Gemüse und etwas Obst.

3. Führe genug Eiweiß zu (ca. 1g pro kg Körpergewicht).

4. Trinke genug Wasser (ca. 2 Liter pro Tag).

So gelingt das Abnehmen durch Sport

Wenn du also Sport und Bewegung mit der richtigen Ernährungsweise kombinierst, ist Sport eine sehr sinnvolle Sache zum Abnehmen.

Denn durch Sport unterstützt du den Gewichtverlust, indem du einerseits direkt mehr Kalorien verbrennst, vor allem aber indem du andererseits deinen Stoffwechsel aktivierst und ihn dauerhaft auf die Sprünge bringst – dein Motor fährt bildlich gesprochen mit mehr Umdrehungen.

Dadurch verbrennst du Fett dann sogar in Ruhe.

Um durchzuhalten und dein großes Ziel, deinen Traumkörper, auch wirklich zu erreichen, musst du die zu dir passende Sportart, die richtigen Trainingsgeräte auswählen und deinen eigenen, optimalen Trainingsrhythmus finden.

Da wir Menschen bekanntermaßen jedoch oft schwache Geschöpfe sind, die in der Regel sogar ihrem eigenen Schweinehund unterliegen, solltest du auch das Konsultieren eines Abnehm-Coaches in Erwägung ziehen – damit kann dann gar nichts mehr schief gehen …

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